Outi Ellilä: Vom Chaos hin zur Harmonie

Outi Ellilä: Vom Chaos hin zur Harmonie

Ich sage oft, dass ich in meinem Leben tatsächlich zwei Leben gelebt habe. Bevor sich Ende 2017 alles veränderte, führte ich einen völlig anderen Lebensstil. Ich aß, worauf ich Lust hatte und was einfach zu bekommen war. Nein, ich habe nicht jeden Tag Junkfood gegessen, aber ich wusste kaum etwas von der Realität der Lebensmittelindustrie und deren Prozessen. Ich aß oft Fertiggerichte, stark verarbeitete Lebensmittel mit wenig Nährstoffgehalt und hatte keine Ahnung von Nahrungsergänzungsmitteln. Aber es war nicht nur das Essen. Mein Lebensstil war allgemein nicht sehr gesund. Was andere über mich dachten, hatte einen hohen Stellenwert für mich. Aussehen war mir überaus wichtig. Ich war materialistisch und wollte mir mit meinen Reisen und meinem Konsum mein Glück erkaufen. Meine Meinung von mir selbst und anderen war nicht immer sehr positiv. Es war einfach anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Es war nicht selten, dass ich am Wochenende Partys feierte, von denen ich mich über viele Tage erholen musste. Ich konnte mir das leisten, da ich so hart arbeitete und ein beträchtliches Einkommen hatte. 

Wenn ich an diese Jahre meines Lebens denke, bin ich dankbar für die Veränderung, die ich durchgemacht habe. Mein Heilungsprozess begann Ende 2017, als meine Beziehung mitten in einer laufenden Fruchtbarkeitsbehandlung zu Ende ging. Alle meine Träume und Pläne zerbrachen an einem Abend. Das reichte, um mich aufzuwecken.  

Kurz darauf reduzierte ich meine Arbeitsstunden. Anstelle meiner sonstigen intensiven und belastenden Workouts, begann ich Yogakurse zu nehmen und ging im Wald spazieren. Ich saß viel zu Hause, laß und ließ mein Leben zur Ruhe kommen. Diese Periode war ziemlich hart für mich, aber auf der anderen Seite war es das erste Mal, dass ich niemand anderem die Schuld dafür gab. Nicht meinem Ex-Partner, nicht mir selbst, niemanden. Es fühlte sich an, als wäre mein Bewusstsein auf einem komplett neuen Level angekommen. Ich verstand, dass all das passieren musste und dass ich mein eigenes Leben in der Hand habe.  

Die folgenden zwei Jahre waren sehr intensiv. Vieles veränderte sich. Ich realisierte, dass meine eigene Gesundheit und mein Wohlbefinden wirklich in meinen eigenen Händen lag. Statt Pillen gegen die Symptome zu nehmen, wollte ich die Ursachen meiner gesundheitlichen Probleme verstehen. Ich veränderte meine Essgewohnheiten und aß nur noch sehr saubere Lebensmittel. Ich begann mich für Biohacking zu interessieren, wie ich mein Wohlbefinden nicht nur mit Essen, sondern mit Aufmerksamkeit auf meinem Schlaf, Gedanken und Lebensstil als Ganzes verbessern kann. Meine Werte änderten sich drastisch. Ich verstand, dass der Sinn des Lebens darin besteht etwas zurückzugeben. Indem man sich in die Gemeinschaft einbringt und das Leben anderer bereichert, erfährt man so viel mehr Liebe.

Einen großen Schritt machte ich im Januar 2019. Ich verabschiedete mich von meiner Karriere und meinem Einkommen. Ich hatte am Ende keine Wahl. Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem mir das alles nichts mehr gab und ich fühlte mich stark in die Richtung gelenkt diesen Sprung zu wagen. Ich wollte einen größeren Sinn in meinem Leben. In dem Moment hatte ich keine Ahnung, was auf mich zukommen würde, ich hatte keinen Plan, was als Nächstes kommen sollte, nur ein leeres Blatt Papier, das es zu füllen galt. Alles was ich wusste war, dass ich Zeit brauchte zu reflektieren und mich auf den wichtigen Prozess der Fruchtbarkeitsbehandlung zu konzentrieren, in der ich mich befand und die ich mich entschlossen hatte allein fortzuführen. Ich wartete auf eine Eizellenspende. Ich hatte mich trotz all der Mühen, die ich dafür schon durchmachen musste, noch nicht von meinem Traum verabschiedet.

Als ich alle meine Verpflichtungen los war, war ich plötzlich voller Energie und dann passierte es. Die Idee für Minska kam mir in den Sinn. Fast schon intuitiv. Sie begann mich zu verfolgen. Sie jagte mich regelrecht! Ich begann überall Zeichen zu sehen, die ganze Zeit. Nach ein paar Monaten hatte ich keine Wahl, als anzufangen die Idee zu verwirklichen und zu sehen, wohin das führt. Die Idee selbst war es, die Lehren, die ich gezogen hatte weiterzugeben und den Menschen das Werkzeug an die Hand zu geben, gesünder zu werden. Der Wandel, den ich durchgemacht hatte, war schwer, auf die gute Art und ich wollte, dass auch andere in der Lage sind ihn zu erleben.

Heute ist Minska ein großer Teil meines Lebens. Minskas Mission ist es den Menschen zu helfen sich besser zu fühlen. Wir glauben, dass wenn ein Mensch gesund wird, er besser zu sich selbst ist und die Menschen und die Welt um sich herum besser behandelt. Wir glauben an ganzheitliches Wohlbefinden. Wir versuchen Menschen zu inspirieren in vielen Lebensbereichen bessere Entscheidungen zu treffen. Schritt für Schritt. 

Wenn die Heilung beginnt, passieren wunderschöne Dinge. Für mich war das wertvollste Geschenk die Geburt meine Tochter. Meine kleine Eden wurde ungefähr zur gleichen Zeit geboren, als Minska in Finnland an den Start ging. Die beiden verbindet ein tieferer Sinn. Wörter können nicht beschreiben, wie dankbar ich für sie bin und für alles andere Gute, das mir widerfahren ist. All das hat mir eine komplett neue Lebenswirklichkeit eröffnet. Ich habe die Verbindung zu meinem wahren Ich gefunden, das wirklich ich bin. Zu meiner Bestimmung, meiner Mission. Gerade deshalb, habe ich mich dazu verschrieben anderen zu helfen sich zu heilen. Das Nordic Light und die Lebensfreude weiterzugeben ist meine Herzensaufgabe.

Ich lade dich ein mir und meiner Geschichte, die ich auf diesem Weg hier teile, zu folgen.


Mit Liebe und voller Licht 

Outi