Mitgefühl für dich selbst – sei dein eigener bester Freund

Mitgefühl für dich selbst – sei dein eigener bester Freund

Hast du schon drauf geachtet, wie du mit dir selbst umgehst? Ist der Umgang freundlich oder feindselig? Lies unsere drei Tipps, um eine freundlichere Beziehung mit dir selbst zu bekommen.

Mitgefühl für einen selbst hat nichts mit Faulheit zu tun oder sich selbst herauszureden. Stattdessen steht es viel mehr dafür, dass man sich selbst wie einen guten Freund behandelt. Ein guter Freund unterstützt dich, gibt dir Halt und baut dich auf, ist aber auch die Stimme der Vernunft, wenn das nötig ist. Wir verbringen viel Zeit damit uns Dinge vorzuwerfen, die wir getan haben, wobei es eine viel bessere Lösung wäre uns selbst zu vergeben und nach vorn zu schauen.

Wenn dir Selbstliebe ein Konzept ist, dass dir fern ist, halte dich an unsere drei Tipps, die dir helfen könnten emphatischer mit dir selbst umzugehen.

1. BLEIB IM MOMENT

Im Moment zu leben erinnert uns oft an Meditation. Mediation, auf der anderen Seite, hat oft viele negative Konnotationen: sie kann aufwendig oder anstrengend erscheinen. Aber, sich auf den Moment zu fokussieren muss nicht unbedingt in sitzender Lotus-Position passieren, sondern kann zum Beispiel auch im Bus oder während des Arbeitstages gemacht werden. Im hier und jetzt zu leben ist für Kinden ganz natürlich, aber selbst wir Erwachsenen haben diese Fähigkeit nicht komplett verloren: Wir haben sie schlicht und ergreifend durch unsere Verantwortung, Pflichten und Sorgen vergessen.

Wenn du dich dabei ertappst, wie du dich selbst über deine Fehler aufregst, dir über die Zukunft Gedanken machst oder über Sachen, die dir Sorge bereiten, kehr in den Moment zurück. Das geht recht einfach, indem du einen tiefen Atemzug nimmst und dich daran erinnerst, dass dieser Moment gerade der einzige ist, den du hast. Das erscheint am Anfang vielleicht recht offensichtlich, aber es kann auch befreiend sein. Wenn du konstant über die Vergangenheit oder Zukunft nachdenkst, geht das, was gerade in deinem Leben passiert vielleicht an dir vorbei. In den Moment zurückkehren kann sich am Anfang herausfordernd anfühlen, gerade, wenn es viele Ablenkungen gibt. Indem du wiederholt Atemtechniken nutzt, um dich zu ankern, kannst du diese Fähigkeit weiter und weiter ausbauen und dich aus den Fängen der Vergangenheit und der Zukunft lösen.

2. BETRACHTE DEINE GEDANKEN

 

Der Verstand vieler Menschen ist ständig in Bewegung: Er geht vergangene Ereignisse durch, plant die Zukunft und reagiert auf Reize. Dein Verstand kommentiert ständig alles, was geschieht - auch deine eigenen Gedanken. Wenn du zum Beispiel einen Fehler machen, kritisiert man sich vielleicht selbst und sagt sich, dass man inkompetent ist. Das führt natürlich dazu, dass man sich unglücklich fühlt, was wiederum zu dem Gedanken führt, dass einen Selbstmitleid schwach macht. Der Teufelskreis ist geschlossen.

Besonders in schwierigen Situationen ist es wichtig, einen Weg aus dem Kopf zu finden und zu verstehen, dass du nicht deine Gedanken bist. Du kannst deine Gedanken kommen und gehen sehen wie vorbeifahrende Autos, aber du musst nicht auf jeden einzelnen von ihnen einsteigen. Du kannst sie wegfahren lassen, ohne sie zu verurteilen, und sie dann vergessen. So hast du Zeit, ein wichtiges Auto zu erkennen, wenn es gerade vorbeifährt.

Wenn du diese Logik auf deine Gedanken anwendest, kann das dazu führen, dass du die Dinge nicht mehr zerdenkst und besser mit deinen Gefühlen umgehen kannst. Stell dir vor, du bist ein aufmerksamer Beobachter deiner Gedanken. Wenn du das nächste Mal mit einer schwierigen Situation konfrontiert wirst, distanziere dich vom mentalen Lärm, den das Ereignis verursacht. Indem du dir selbst gegenüber barmherziger bist, kannst du unnötige Reibungen in Problemsituationen vermeiden und leichter Lösungen finden.

3. “WIE GEHT ES MIR?”

Du triffst auf der Straße einen Bekannten. "Wie geht es dir?", fragt man dich, und du antwortest: "Gut." Vielleicht schimpfst du darüber, wie viel du auf der Arbeit zu tun haben, und erwähnst deine Pläne für das kommende Wochenende. Selbst wenn du so unglücklich bist wie noch nie, würdest du in diesem Gespräch wahrscheinlich immer die gleichen Antworten geben. Es ist vielleicht keine gute Idee, jedem Passanten deine tiefsten Geheimnisse zu verraten, aber was ist mit dir selbst? Wie oft ignorierst du deine negativen Gefühle wie bei dem oben beschriebenen Smalltalk? 

Der Beginn eines neuen Jahres muss nicht der einzige Zeitpunkt sein, an dem du über deine Ziele und deine aktuelle Situation nachdenkst. Du kannst dich dafür entscheiden, jeden Tag auf deine Gefühle zu hören, zum Beispiel beim Zähneputzen. Stell dir folgende Frage: Wie geht es mir heute - wirklich? Was könnte ich heute tun, damit es mir besser geht? Wenn du deinen Gefühlen offen, oft und unvoreingenommen begegnest, wird es dir leichter fallen, alle Hürden zu überwinden, die das Leben dir in den Weg stellt. Du weißt, dass du immer jemanden haben, auf den du zählen kannst: dich selbst.