Klima- und Umweltauswirkungen unserer Ernährung

Klima- und Umweltauswirkungen unserer Ernährung
Jede Lebensmittelproduktion hat Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt. Mit kleinen Entscheidungen können wir die Effekte aber in eine positivere Richtung verändern.

WIR ALLE HABEN DIE MÖGLICHKEIT, DIE UMWELTAUSWIRKUNGEN UNSERER ERNÄHRUNG ZU VERRINGERN

  • Die gesamte Lebensmittelproduktion verbraucht natürliche Ressourcen wie Nährstoffe, Energie, Land und Wasser.
  • Der größte Teil der Klimaauswirkungen stammt von Düngemitteln im Boden oder direkt von Tieren.
  • Die vegetarische Lebensmittelproduktion verbraucht weniger natürliche Ressourcen als die tierische Produktion. 
  • Der beste Weg, die Auswirkungen von Lebensmitteln auf das Klima zu minimieren, ist die Vermeidung von Abfall und die Bevorzugung vegetarischer Lebensmittel.

Die Lebensmittelproduktion hat zahlreiche Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt. So trägt er beispielsweise zur globalen Erwärmung, zur Eutrophierung von Gewässern, zur Versauerung der Böden und zum Verlust der biologischen Vielfalt bei. Auch die Lebensmittelproduktion verbraucht Ressourcen wie Nährstoffe, Energie, Land und Wasser. Der größte Teil der Klimaauswirkungen von Lebensmitteln stammt aus dem Boden als Folge des Einsatzes von Düngemitteln oder direkt von Tieren. Die tierische Nahrungsmittelproduktion verbraucht mehr Ressourcen als die pflanzliche, da sie mehr natürliche Ressourcen wie Land und Wasser benötigt und mehr Kohlendioxidemissionen verursacht.

DIE UMWELTAUSWIRKUNGEN DER LEBENSMITTELPRODUKTION KÖNNEN BEEINFLUSST WERDEN, WENN AUCH NUR IN BEGRENZTEM UMFANG


Es besteht ein gewisser Spielraum für die Verringerung der Umweltauswirkungen der Lebensmittelproduktion, aber im Gegensatz zu den Emissionen aus dem Verkehr und dem Wohnungsbau ist dieser Spielraum nach heutigem Kenntnisstand durch neue technologische Lösungen, insbesondere im Hinblick auf die Klimaauswirkungen, nicht sehr groß. Die Auswirkungen auf das Klima können durch die Minimierung von Abfällen und die Bevorzugung von Lebensmitteln mit möglichst geringen Auswirkungen reduziert werden. 

 

Kühe

 

ERNÄHRUNG KANN DIE NÄHRSTOFFBELASTUNG BEEINFLUSSEN

Die Landwirtschaft entwickelt sich als Reaktion auf die Forschung ständig weiter, und die Düngemengen sind in den letzten Jahrzehnten erheblich gesunken. Trotzdem gibt es noch keine Anzeichen für eine Verringerung der Nährstoffbelastung durch die Landwirtschaft. Jeder von uns kann seine eigene Nährstoffbelastung durch seine Ernährung beeinflussen: Abfallvermeidung, Sortierung oder Kompostierung organischer Abfälle und Befolgung von Ernährungsempfehlungen, z. B. zur Eiweißzufuhr (überschüssiges, vom Körper nicht verwendetes Eiweiß landet als Stickstoff in der Kläranlage).

 


MACH DIR EINE GRÜNE ERNÄHRUNG ZU EIGEN

Eine umweltfreundliche Ernährung kann eine Vielzahl von Lebensmitteln umfassen, und eine klimafreundliche Ernährung bedeutet nicht, dass man auf alle Lebensmittel verzichten muss. Natürlich erfordert eine kontrollierte Umstellung auf eine vollwertige und klimafreundliche Ernährung flankierende Maßnahmen, die das Lebensmittelsystem betreffen. Ein klimafreundliches Lebensmittelsystem wäre gesund, wettbewerbsfähig und sozial nachhaltig, wenn die richtigen Entscheidungen getroffen würden, um den erforderlichen Wandel zu unterstützen. Einer aktuellen Studie des Fachmagazins Nature Food zufolge würden die Treibhausgase bis 2030 deutlich sinken, wenn der durchschnittliche Fleisch- und Käsekonsum deutlich reduziert werden würde. Die EAT-Lancet-Studie zur planetarischen Ernährung, zu der auch der WWF eigene Empfehlungen abgegeben hat, geht in die gleiche Richtung.